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Geschichte
Nach Ende des zweiten Weltkrieges war Salzgitter zu einer Stadt
voller Flüchtlinge geworden. Menschen aller Schichten, Künstler,
gebildete Laien überwogen bei weitem die einheimische Bevölkerung.
Es taten sich Kreise zusammen, man musizierte, spielte Theater,
las Literatur, die im dritten Reich verboten war.
In Salzgitter Bad entstand unter der Leitung von Hilde Bierett ein
Kreis, der auch Konzerte und Theatervorstel-
lungen beruflicher Künstler organisierte.
Am 1. Oktober 1946 bildete die Stadt eine Besucher-organisation
unter dem Namen Kulturkreis, die seit dem 1. Februar 1948 von der
Stadt direkt bezuschusst wurde.
Man organisierte Vorträge, Dia- Vorführungen, Lesungen,
Musik- und Theatervorstellungen. Es gab Erfolge, Rückgänge
der Besucherzahlen, es entstanden konkurrierende Unternehmungen,
z.B. in der Salzgitter AG, die 1957 zu der Überlegung führten,
den Kulturkreis wieder aufzulösen.
1961 hatte sich der Kulturkreis einen festen Platz im kulturellen
Leben der Stadt erobert, konzentrierte sich aber mehr und mehr auf
das Theater.
1979 wurde wieder eine Musikabteilung gegründet, die nach
anfänglichen großen Erfolgen und Misserfolgen mit ihren
Konzerten eine treue Anhängerschaft gewann. Nach den Konzerten
lud man zu Empfängen reihum in privaten Haushalten ein. Die
Künstler empfanden das als äußerst wohltuend. Dieser
Brauch wurde erst wieder aufgegeben, als die Gastgeber sich dazu
aus Alters-gründen nicht mehr in der Lage fühlten.
Seit 1989 sah sich der Kulturkreis erneut der Konkurrenz anderer
Anbieter ausgesetzt. Er reagierte, indem er Angebote zurücknahm,
die Verwaltung effizienter gestaltete, und konnte sich auf diese
Weise bis heute im kulturellen Leben der Stadt behaupten.
27.01.06 Lutz Klamroth
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